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Asbest ist die Sammelbezeichnung für eine bestimmte Gruppe natürlicher Silikatfasern, die man als Mineral überall auf der Welt findet. Der Name "Asbest" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "unauslöschlich" oder "unvergänglich". Asbest vereint in der technischen Anwendung eine Anzahl höchst begehrter physikalischer und chemischer Eigenschaften: Es ist nichtbrennbar, resistent gegen nahezu alle Chemikalien und besitzt hohe Elastizität und Zugfestigkeit. Asbestfasern wurden unter anderem bei der Herstellung von Dachdeckungsmaterialien in verschiedenen Formen und Abmessungen verwendet. Zement und Asbestfasern wurden zu dem Baustoff Asbestzement (AZ) verarbeitet, der für die Verwendung im Bau geradezu ideale Eigenschaften in sich vereinte. Die Fasern des Asbestes wurden bei der Herstellung, vergleichbar mit der Armierung im Stahlbeton fest vom Zement umschlossen und werden daher als "fest gebunden" bezeichnet. Bekannt sind Produkte wie z.B. Wellpatten aus Asbestzement, die jahrzehntelang erfolgreich eingesetzt wurden. Durch die Eigenschaften der Fasern konnten freie Spannweiten von 1150 mm und mehr realisiert werden. Verbreitet sind auch die kleinformatigen Dachplatten, welche vielfach als Ersatz für Schiefereindeckungen verwendet wurden.
Gesundheitsrisiken, die von Asbest ausgehen können – Asbestose sowie bestimmte Formen von Krebs – stehen in ursächlichem Zusammenhang mit dem Feinstaub des Asbestes, wie er bei unsachgemäßem Umgang entstehen kann.
Im Gegensatz zu "fest gebunden" Asbestzement-Produkten, wurden vor allem für Brandschutz und andere Isolierzwecke im Inneren von Gebäuden sog. "schwach gebundene" Asbestprodukte (auch: Spritzasbest) verwendet. Sie müssen sowohl technologisch als auch im Umgang eindeutig von Asbestzement-Produkten unterschieden werden.
Dachinfo
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